Kategoriearchive: Ubuntu

Quick Tip: Fensteranimationen in Unity deaktivieren

Compiz

Einige Compiz Attribute lassen sich mit Hilfe von dconf variieren.

So etwa alle Fensteranimationen:

dconf write /org/compiz/profiles/unity/plugins/animation/close-effects  "['animation:None']"
dconf write /org/compiz/profiles/unity/plugins/animation/open-effects  "['animation:None']"
dconf write /org/compiz/profiles/unity/plugins/animation/minimize-effects  "['animation:None']"
dconf write /org/compiz/profiles/unity/plugins/animation/unminimize-effects  "['animation:None']"
dconf write /org/compiz/profiles/unity/plugins/animation/focus-effects  "['animation:None']"
Gut zu wissen: dconf speichert lediglich geänderte Compiz Attribute. Es darf nicht als der zentrale Speicherort der Einstellungen betrachtet werden. Hierzu dient der CompizConfig Einstellungs-Manager (CCSM)

Ein Zurücksetzen aller Änderungen ist möglich:

gsettings reset-recursively org.compiz

Sitecom WiFi USB adapter AC1200: Treiber + DKMS Einrichtung unter Ubuntu

Sitecom AC1200

Mit dem Sitecom WiFi USB adapter AC1200 hatte sich lange Zeit ein schneller „ac“-fähgier WLAN-Stick in meinem Schrank versteckt. WLAN und Linux sind bekanntlich keine guten Freunde, wobei dieser Zustand über die letzten Jahre fairerweise zu einer Hassliebe weiterentwickelt hat.
Als Benutzer eines „ac“-fähigen Sitecom Routers, für den ich mich auf Grund seiner quelloffenen Firmware entschied, schnappte ich mir auch gleich den passenden WLAN-Stick: Den „Sitecom WiFi USB adapter AC1200“. Eine teure Anschaffung für relativ wenig Funktion, die sicherlich nicht die Schlauste des letzten Jahres war. Wie auch immer…

Kleiner Hinweis: Der Artikel trifft ebenso auf alle weiteren Adapter-Modelle mit „8812au“ sowie „8821au“ Chipsatz zu. Dazu gehört unter anderem der Adapter ASUS USB-AC56 (danke für den Hinweis, Sebi!)

Ich bediene mich der Beschreibung ubuntuusers‘ zu DKMS:

DKMS steht für Dynamic Kernel Module Support. Das von Dell entwickelte Hilfsprogramm überwacht, ob zusätzliche Kernelmodule manuell installiert wurden und aktualisiert die Module immer dann, wenn ein neuer oder aktualisierter Kernel installiert wird. Dies ist insofern praktisch, dass das Kompilieren des Kernelmoduls nicht immer von Hand durchgeführt werden muss, wenn der Kernel aktualisiert wurde.

So simpel wie auch praktisch, kann DKMS eine echte Hilfe sein. Auch die proprietären NVIDIA-Treiber bedienen sich dieser Technik. Ohne DKMS würde es zu einer Notwendigkeit, nach einem Kernel-Upgrade das Modul neu zu generieren.

Das Modul kommt aus dem Git-Repository und wird zur Verfügung gestellt von Anand Babu Periasamy.

Dieser Artikel dient in erster Linie der Einrichtung des Sitecom Sticks unter Ubuntu. Andererseits möchte ich hiermit auch die Vorteile von DKMS im Allgemeinen aufzeigen. Analog zu Debian weiteren Derivanten.

Installation

Die Abhängigkeiten installieren:

sudo apt-get install linux-headers-$(uname -r) linux-headers-generic build-essential dkms debhelper git

Die notwendigen Quellen werden aus dem Git-Repository nach „/usr/src“ geklont und in dem neuen Verzeichnis „rtl8812AU-git“ eine Konfigurationsdatei für DKMS angelegt:

sudo git clone https://github.com/abperiasamy/rtl8812AU_8821AU_linux /usr/src/rtl8812AU-git
sudo nano /usr/src/rtl8812AU-git/dkms.conf

Der Datei füge ich nun Anweisungen hinzu:

DEST_MODULE_LOCATION=/extra
PACKAGE_NAME=rtl8812AU
BUILT_MODULE_NAME=8812au
PACKAGE_VERSION=git
MAKE="'make' all"
CLEAN="'make' clean"
AUTOINSTALL="yes"

Nano kann nun verlassen- und die Datei gespeichert werden.
DKMS erfährt von dem neuen Modul:

sudo dkms add -m rtl8812AU -v git

Der Output entspricht etwa Folgendem:

Creating symlink /var/lib/dkms/rtl8812AU/git/source ->
/usr/src/rtl8812AU-git

DKMS: add completed.

Natürlich benötige ich das entsprechende Modul sofort, nicht erst beim nächsten Kernelupgrade. Daher stoße ich die Installation einmalig an.
Dazu wird DKMS einmal mit der Anweisung „build“ sowie „install“ aufgerufen, vergleichbar mit „make“ und „make install“:

sudo dkms build -m rtl8812AU -v git
sudo dkms install -m rtl8812AU -v git

Etwa zu erwartender Output:

Building module:
cleaning build area….
‚make‘ all………….
cleaning build area….
DKMS: build completed.
[…]
depmod….
DKMS: install completed.

Die Installation ist somit komplett. Den Stick an dieser Stelle (erneut) einstecken und loslegen.

Sitecom, iwconfig
Sitecom, iwconfig

Copy.com Client PPA + Indicator Fix für Unity Desktops

Copy.com (c) small

Von Ubuntu Lucid bis Utopic, versorgt Paolos PPA seit kurzer Zeit Nutzer Ubuntus mit aktuellen Copy.com Client Paketen:
 
 
 

sudo add-apt-repository ppa:paolorotolo/copy
sudo apt-get update
sudo apt-get install copy

Auch ohne PPA besteht direkter Zugriff auf die Pakete:

Indicator Fix

Copy Client Bug (Quelle: webupd8)
Copy Client Bug (Quelle: webupd8)
Dank webupd8, steht nun auch ein Fix für den Ubuntu-eigenen Unity Desktop zur Verfügung. Betroffene Distributionen sind Ubuntu 13.10 und aufwärts. Ob seitens Barracuda bereits an einer Lösung gearbeitet wird, bleibt nur zu hoffen.

Die veränderten Dateien werden als Archiv direkt im Ordner der Copy.com Client Installation entpackt.

Der Pfad zum Client lautet im Falle einer Installation aus dem PPA „/opt/copy-client“:

cd && wget https://github.com/hotice/webupd8/raw/master/libdbusmenu-gtk-$(arch).tar.gz -O - | sudo tar -C /opt/copy-client -xvzf -

Wurde die Installation manuell durchgeführt, muss der Pfad entsprechend angepasst werden.

Noch keinen Copy.com Account? (Referral-Link mit 5GB extra für dich und mich)

Thunar: Format des Änderungsdatums abändern

Xfce

Ein Hinweis/eine Hilfe für die Leser, die vergeblich nach einer Möglichkeit suchen, das Änderungsdatum für Elemente innerhalb des Dateimanagers Thunar in eine gewohnte Formatierung abzuändern.
Die kargen Einstellungsmöglichkeiten werden ihrem Ruf gerecht und zwingen zum Eingriff in den Quell-Code.
Was nun folgt mag abenteuerlich aussehen, ist aber im Grunde halb so kompliziert.

Der Artikel trifft auf Debian und nahe Derivate (Ubuntu, Linux Mint etc.) zu.

Die Modifikation

Die zum Bauen und Herunterladen des Paketes erforderlichen Abhängigkeiten:

sudo apt-get install dpkg-dev build-essential

Das Arbeitsverzeichnis wird „~/build“ sein. Dorthin wird das Quell-Paket heruntergeladen.
Sofort in das neue Verzeichnis mit dem Quell-Code wechseln:
mkdir ~/build
cd ~/build
sudo apt-get build-dep thunar
cd thunar-*

Nun die Änderungen an der Datei „thunar-util.c“ vornehmen:

nano thunar/thunar-util.c

Etwa in Zeile 337 befindet sich folgende Anweisung:

return exo_strdup_strftime ("%Y-%m-%d %H:%M:%S", tfile);

Diese ist zu ersetzen durch ein beliebiges Format. Etwa „Tag.Monat.Jahr Stunde:Minute:Sekunde“:

return exo_strdup_strftime ("%d.%m.%Y %H:%M:%S", tfile);

Mit dem Prefix „/usr“ wird das Paket für die Installation vorbereitet und schließlich umgesetzt und installiert. Die vorherige Anwendungsdatei wird verschoben:

./configure --prefix=/usr
make -j2
mv /usr/bin/thunar /usr/bin/thunar_old
sudo make install

Bestenfalls alle Thunar Instanzen manuell schließen, oder:

killall Thunar

Das Resultat in einem neuen Anwendungsfenster bewundern.

Thunar, Änderungsdatum
Thunar, Änderungsdatum

Weitere Hinweise

Nach einem Upgrade des Paketes via Paketmanager, wäre die Änderung hinfällig.
Um ein Upgrade zumindest vorläufig zu verhindern, besteht die Möglichkeit, das Paket auf „hold“ zu setzen:

echo thunar hold | sudo dpkg --set-selections

Rückgängig zu machen durch die Markierung „install“:

echo thunar install | sudo dpkg --set-selections

Um wieder zurück zum Distributions-eigenen Paket zu gelangen:

sudo apt-get install --reinstall thunar

Thunar und Nautilus: Dateien und Ordner verstecken

Xfce

Bekanntermaßen werden versteckte Dateien und Ordner durch einen vorangehenden Punkt definiert.

Ebenso ist es jedoch möglich, durch einen Eintrag in eine Datei im aktuellen Verzeichnis festzulegen, welche sonstigen Elemente versteckt werden. Oder aber die Anzeige von Elementen mit NTFS „hidden“-Flag wird schon bei der Einbindung unterdrückt.

Zwei Möglichkeiten, um beispielsweise die unschönen Ordner „System Volume Information“ oder „$RECYCLE.BIN“ einer NTFS-Einbindung auszublenden.

Option #1 – .hidden

Im Verzeichnis, welches die zu versteckenden Elemente enthält, wird eine Datei „.hidden“ angelegt. Dies passiert mit einem beliebigen Editor, zum Beispiel „nano“:

nano /media/ntfs/.hidden

Beide auszublendenden Ordner werden untereinander eingetragen und die Datei gespeichert:

System Volume Information
$RECYCLE.BIN

Anschließend empfehle ich Thunar zu schließen und erneut zu starten, da durch „F5“ der Erfolg nicht immer sofort sichtbar wird.
Der Vorteil dieser Methode liegt vor allem darin, mit Strg+H die Sichtbarkeit gewohnt umzuschalten.

Thunar, .hidden
Thunar, .hidden

Option #2 – NTFS Option

Die zweite Option ist etwas radikaler. Hier wird einige Ebenen vorab, die Anzeige versteckter Elemente im NTFS Berechtigungssystem unterbunden. Dieser Schritt bietet sich an, wenn das entsprechende Gerät via „fstab“ eingebunden wird. Kleiner Tipp: Die Standard-Optionen zur Einbindung lassen sich je nach Distribution unterschiedlich ebenfalls anpassen.
Etwaige Zeile in der Datei „/etc/fstab“, wird um die Option „hide_hid_files“ erweitert.

So wird…

UUID=30089794089757A4   /media/1tb      ntfs-3g    rw,uid=1000,gid=1000  0       0

…folgendermaßen erweitert:

UUID=30089794089757A4   /media/1tb      ntfs-3g    hide_hid_files,rw,uid=1000,gid=1000  0       0