Tiny Tiny RSS Update Daemon INIT-Script

„Yet another Update Daemon Script“, nachdem ich nicht wirklich vernünftige gefunden habe. Die meisten töten einfach „screen“ oder PHP, wenn sie den Daemon beenden wollen. Ich habe hier eine Lösung, in der der Session-Name für „screen“ gesetzt wird und diese Session dann explizit geschlossen wird.

Script + Beschreibung

Im Prinzip ein simples INIT-Script. Über Upstart wäre es natürlich viel kleiner. Allerdings benutze ich kein Upstart (oder Systemd) auf meinem Debian Server.

Es gibt 3 Variablen am Anfang des Scripts, die vorher natürlich angepasst werden müssen. Wer sich nicht sicher ist, ob der Webserver als www-data läuft, kann das vorher schnell prüfen:

Sieht dann z.B. (www-data) so aus:

In dem Fall wäre RUNAS=www-data

UPDATEDAEMON ist selbsterklärend. Das ist der Pfad zur update.php von Tiny Tiny RSS.

SESSIONNAME muss ein eindeutiger Name für die „screen“ Session sein. Der Name ist frei wählbar. Natürlich darf keine Session mit dem selben Namen existieren.

Installation

Vorab „screen“ installieren, falls das nicht schon passiert ist:

Das Script nun einfügen. „nano“ kann mit STRG+X geschlossen werden, es wird vorher gefragt, ob gespeichert werden soll (alternativ STRG+W vorab benutzen):

Das Script ausführbar machen, als Dienst installieren und direkt starten:

Daemon überprüfen

Ob der Daemon läuft, kann mit mehreren Methoden überprüft werden. Der einfachste Weg wäre der über TT-RSS selbst. Alternativen für die Shell:

oder

Microsoft Lync 2013 Alternative für Ubuntu 13.04, 13.10 (Pidgin + Sipe Plug-In)

Ist man beruflich auf Windows Anwendungen wie den Microsoft Lync 2013 Client angewiesen, fällt ein totaler Umstieg auf Linux basierende Betriebssysteme schwer. Die einzigen „echten“ Möglichkeiten bieten sich derzeit nur mit Dual-Boot oder einer virtuellen Maschine. Beides benötigt natürlich weiterhin gültige Lizenzen und im letzteren Fall viele Resourcen.

Anmerkung: Die Verbindung mit einem stets gepatchtem Mircrosoft Lync 2013 sowie die korrekte Darstellung der Kontakte in der Kontaktliste, funktioniert nur mit der aktuellsten Version aus dem Git-Repository für mich zuverlässig. Natürlich wäre es einfacher, fertige Pakete zu installieren. Diese sind jedoch schnell veraltet.

Was funktioniert?

Leider funktioniert nur all das, was mit Texteingabe zu tun hat. Video- und Telefonie wird auch mit dem Sipe Plug-In nicht auf wundervolle Art möglich. Dateitransfers kann ich bislang nicht ausschließend, mir fehlte allerdings die (Frei-)Zeit zur Überprüfung.

Wie funktioniert es?

Das Sipe Plug-In ist grundsätzlich kompatibel mit Pidgin, Adium, Miranda und Telepathy. Beschreiben werde ich die Installation mit Pidgin, jedoch sollte sich das Vorgehen auf die anderen Messenger übertragen lassen.

Installation

Ich entferne vorab den Empathy Messenger, der in der Standardkonfiguratin mit Ubuntu kommt. Empathy wird durch die Installation von Pidgin quasi unnötig, da Pidgin die Funktionalitäten von Empathy weitesgehend abdeckt. Natürlich unterscheiden sich beide im Detail.

Nun die Abhängigkeiten für das Kompilieren des Plug-Ins sowie Pidgin installieren:

Im Home-Verzeichnis das Verzeichnis „build“ erstellen, dort hinein wechseln und das Repository des Sipe Plug-Ins klonen:

Der Source-Code liegt jetzt im Verzeichnis siplcs, in welches hinein gewechselt wird, um anschließend die grundsätzliche Konfiguration vorzunehmen:

Abschließend mit dem Kompilieren beginnen und die Installation durchführen:

Pidgin mit Sipe Plug-In
Pidgin mit Sipe Plug-In

Pidgin kann jetzt geöffnet- und der Account hinzugefügt werden. Betitelt wird das Plug-In als „Office Communicator“. Die Einstellungen hierfür sind sehr weitreichend, für eine sauber konfigurierte Lync-Umgebung reicht aber oft schon die reine Eintragung der Login-Daten, wie man es aus dem Lync Client für Windows kennt.

Festplattenbelegung mit ncdu ohne GUI analysieren

Eine kurze Vorstellung eines sehr praktischen Tools, um die Festplattenbelegung auf einem Server schnell und übersichtlich zu analysieren:

Das Programm „ncdu“ (NCurses Disk Usage) ist ein kleines Programm, das mal eben eingetippt ist und mit Sicherheit oft Anwendung findet, unter Debian, Ubuntu und Derivaten mit folgendem Befehl zu installieren:

Den Befehl „ncdu“ eintippen und loslegen, falsch machen kann man „eigentlich“ nichts:

ncdu ohne Parameter
ncdu ohne Parameter

Es können auch Verzeichnisse und Dateien, die ein bestimmtes Muster beinhalten übersprungen werden, etwa mit „ncdu –exclude *nagios“. Wildcards sind erlaubt:

ncdu mit "exclude" Parameter
ncdu mit „exclude“ Parameter

Shrew Soft VPN Client auf Ubuntu 13.04 / 13.10 installieren

In früheren Versionen fand sich der Shrew Soft VPN Client im offiziellen Repository Ubuntus. Leider ist das nicht mehr der Fall. Allerdings lässt sich der Client recht einfach auch für neuere Ubuntu Versionen installieren.

Changelog

  • 02. Mär – Init-Script „update-rc.d“ was missing

Client Installation

Zuerst den Client von der offiziellen Shrew Soft Seite laden. Zum aktuellen Zeitpunkt ist die neueste Version 2.2.1. Im Anschluss entpacken und in das neue Verzeichnis wechseln:

Folgende Abhängigkeiten sind für das Bauen des Clients notwendig:

Nun kann der Client kompiliert werden:

Leider wird hierbei keine Verknüpfung zur GUI erstellt, auch fand ich kein hochauflösendes Icon. Google hat geholfen. Das Icon habe ich auf meinen Server geladen. Eine Quellenangabe hierzu fand ich leider nicht:

Im Editor nun folgenden Inhalt einfügen:

Das ganze sieht dann etwa so aus:

Shrew Soft VPN Icon
Shrew Soft VPN Icon

Die Beispielkonfiguration für den Daemon, der parallel läuft, reicht in der Regel aus. Diese Konfiguration hat erstmal nichts mit der VPN Konfiguration zu tun, die man später im Client importiert/erstellt:

Der Client kann nun gestartet werden, allerdings wird eine Verbindung zum Server nicht funktionieren, da der „iked“ Dienst erst noch gestartet werden muss. Der Fehler lautet dann etwa „failed to attach to key daemon„.

Automatischer Start

Anstatt die Datei „/usr/sbin/iked“ jedes mal manuell anzustoßen, kann entweder ein Upstart- oder Init-Script verwendet werden.

Upstart

Folgender Inhalt muss eingefügt werden:

Anschließend den Dienst starten:

Init-Script

Folgender Inhalt muss eingefügt werden:

Die Datei ausführbar machen und den Dienst installieren und starten:

Die Verbindung sollte jetzt funktionieren!

Per RDP auf Ubuntu >=12.10 zugreifen mit xrdp und gnome-session-fallback

Da ich häufig an verschiedenen Maschinen arbeite und diese auf Grund meiner Arbeit fast immer mit Windows laufen, habe ich mich gegen VNC und halb-fertige (und vor allem verbuggte) Lösungen wie Splashtop oder Teamviewer entschieden. WIN+R, „mstsc“, „Enter“ geht eben doch schneller als erst einmal Fremdsoftware zu installieren. Mit „xrdp“ und „gnome-session-fallback“ ist das möglich.

Aber Vorsicht! Auf die 3D-Oberfläche Unity muss verzichtet werden.

Als Ausweichlösung verwende ich gnome-session-fallback, sozusagen die 2D-Alternative für den Ubuntu Desktop. Damit auch das Menü korrekt angezeigt wird, kommen noch ein paar Indikatoren dazu:

Beim Verbinden mit einem RDP-Client, liest xrdp die Datei „~/.xsession“. Über diese kann also die zu verwendende Session definiert werden:

Am besten noch einmal den Dienst neustarten:

Nun sollte die Verbindung zum Ubuntu Desktop so funktionieren, wie sie es auch zu einem Windows Client täte.